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KOMM! Innovativ gelebte Nachbarschaft im Franckviertel

LINZ. Gesundheit hat neben der Abwesenheit von Krankheit auch viel mit Wohlbefinden, Selbstbestimmung und Aktivität im persönlichen Lebensraum zu tun. Ein Grundsatz, dem PROGES seit Anfang des Jahres mit einem Projekt zur Gesundheitsförderung im Stadtteil Franckviertel – auch als „Quartiersarbeit“ bezeichnet – begegnet. Gemäß dem Motto „Gemeinsam unser Viertel beleben“ wurde am Montag, dem 26. März 2018, das erste Büro für kommunikative und innovative Nachbarschaftsinitiativen (KOMM!) eröffnet.

 

Mit dem Projekt in der Stieglbauernstraße möchte PROGES den BewohnerInnen einen zentralen Ort bieten, an dem sie aktiv ihre eigenen Ideen und Strategien entwickeln können, um ihr Lebensumfeld so zu gestalten, wie sie es sich wünschen. Dazu ist es nötig, dass die Menschen ins Gespräch kommen können – und zwar dort, wo sie leben und über Themen, die sie betreffen. Egal, ob es sich um die optimale Parkgestaltung handelt, hausübergreifende Veranstaltungen organisiert werden oder lokale Institutionen ihr Angebot präsentieren wollen. Die neuen Räumlichkeiten stehen künftig all jenen zur Verfügung, die Aktivitäten in ihrem Stadtviertel umsetzen möchten. 

Quartiersarbeit handelt nicht für, sondern mit den Menschen im Stadtteil 
„Ein gutes Beispiel für unsere Maßstäbe in der Gesundheitsförderung ist der Bereich der Quartiersarbeit, wo PROGES das gesunde Miteinander unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen durch professionelle Begleitung und Beratung fördert. Internationale Beispiele aus Deutschland oder den Niederlanden zeigen den Erfolg dieser Herangehensweise für eine gesunde, friedliche gesellschaftliche Entwicklung“, erklärt PROGES-Geschäftsführerin Dr. Doris Formann.

Quartiersarbeit agiert – wie der Name bereits sagt – quartiers- und stadtteilbezogen und ist nicht auf eine spezielle Zielgruppe oder Generation festgelegt. Sie ermutigt, unterstützt und aktiviert Menschen bei der Teilhabe aller wesentlichen Fragen der Lebensgestaltung und führt so zu einer Steigerung der Lebensqualität.

KOMM! im Franckviertel
Komm! verfolgt die Absicht, in und mit Communities des Franckviertels Gesundheitsprobleme zu erforschen. Um die jeweiligen Zielgruppen zu aktivieren, erfolgt die Ansprache individuell. Ältere Menschen haben naturgemäß eher mit Einsamkeit zu kämpfen, während junge Mädchen im öffentlichen Bereich üblicherweise schwieriger aufzufinden sind. „Um beispielsweise diese Gruppen effektiv anzusprechen, braucht es unterschiedliche und vor allem partizipative Zugänge“, betont Doris Formann und ergänzt: „Bei den älteren Personen setzen wir verstärkt auf Hausgemeinschaften. Heranwachsende, junge Frauen möchten wir hingegen mit kreativen Methoden motivieren, gemeinsam mit uns an ihrer Zukunftsvision des Franckviertels zu arbeiten – zum Beispiel in Form von Fotodokumentationen. Im Zuge einer ersten Feldforschung vor Ort wurden hier bereits einige ‚Wohlfühlplätze‘ für künftige Treffpunkte identifiziert.“

Begleitet werden die FranckviertlerInnen ab sofort von einer PROGES-Mitarbeiterin, die den BewohnerInnen als erste Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. Sie unterstützt bei der Organisation von Maßnahmen rund um die Gesundheitsförderung sowie der Gründung von Nachbarschaftsinitiativen. 

Das Linzer Franckviertel zeichnet sich durch eine sehr heterogene Bevölkerung aus, die jedoch eine hohe Identität und ein hohes Zusammengehörigkeitsgefühl aufweist. „Gesundheit entsteht dort, wo Menschen leben, lernen und arbeiten. Mit der Eröffnung von Komm! erhalten die Bewohner des Franckviertels ein offenes Haus in ihrem nahen Wohnumfeld, wo ihre Gesundheit im Mittelpunkt steht. Damit schaffen wir eine lokale Anlaufstelle für alle Anliegen und Ideen, wie die Menschen in ihrem Viertel ihre Gesundheit stärken können“, sagt Albert Maringer, Vorsitzender Vereinsvorstand von PROGES. 

KOMM! steht allen BewohnerInnen des Viertels sowie allen bestehenden Initiativen als eine Art Begegnungsraum zur Verfügung, um Nachbarschaftsnetzwerke zu stärken und gegenseitige, soziale Unterstützung zu ermöglichen. „Dieses Projekt ist beispielgebend für kommunale Gesundheitsförderung und zeigt, wie durch Vernetzung und Aktivierung vor Ort, ein gesundheitsförderliches Leben und Wohnen unterstützt werden kann“, ist sich Detlef Wimmer, Vizebürgermeister und Gesundheitsreferent der Stadt Linz, sicher.

Das Pilotprojekt KOMM! wurde mit Unterstützung des Gesundheitsressorts der Stadt Linz und des Fonds Gesundes Österreich initiiert und ist natürlich auch in anderen Stadtteilen bzw. Städten durchführbar.


KOMM! Büro für kommunikative und innovative Nachbarschaftsinitiativen Stieglbauernstraße 11, 4020 Linz
Fixe Anwesenheitszeiten: Di 10:00 – 14:30 Uhr, Mi 13:00 – 18:00 Uhr sowie Fr 08:30 – 12:30 Uhr Mobil: 0699/1714 1417, E-Mail: komm@proges.at
www.proges.at

Mehr zum Projekt finden Sie hier

Für ein gesundes Miteinander (v.l.n.r.): StRin Mag.a Eva Schobesberger, Bürgermeister Mag. Klaus Luger, Vizebürgermeister und Gesundheitsreferent der Stadt Linz MMag. Detlef Wimmer, PROGES-Geschäftsführerin Dr.in Doris Formann, Albert Maringer, Vorsitzender Vereinsvorstand von PROGES und Obmann der OÖ GKK sowie Nicole Wagner, BA, Projektkoordinatorin Komm! Franckviertel.

„Die Quartiersarbeit ist ein gutes Beispiel für unsere Maßstäbe in der Gesundheitsförderung“, betont Dr.in Doris Formann, Geschäftsführerin von PROGES