Proges

ArbeitsmedizinerInnen sind BeraterInnen von Betrieben und Einrichtungen, die Faktoren der Arbeitsumgebung, des eingesetzten Materials (zB Laerm; Vibrationen; Hitze; Witterung; chemische Arbeitsstoffe, Staeube  etc), organisatorische Faktoren (Nacht- und Schichtarbeit, psychisch belastende Faktoren, Fuehrungsverhalten) und typische Kombinationen bestimmter Elemente (Bildschirmarbeitsplatz; Fahrerarbeitsplatz etc) in ihrer Auswirkung auf die Gesundheit der Arbeitenden zu beurteilen. Gemeinsam mit den Arbeitenden selbst und mit anderen AkteurInnen im Betrieb tragen sie dazu bei, die Gefahren für die Gesundheit zu vermeiden oder zu verringern.

Inhalt

Der Lehrgang vermittelt modernes Wissen über die Auswirkungen von Arbeitsbedingungen und Verhalten auf die Gesundheit. Die TeilnehmerInnen setzen sich mit Moeglichkeiten der Einflußnahme (Veraenderung der Organisation, der betrieblichen Ablaeufe, der Technik und des Verhaltens) auseinander.

Wissenschaftliche Grundlagen für die arbeitsmedizinische Taetigkeit sind daher neben Wis-sensbestaenden aus verschiedenen Bereichen der Medizin solche aus Psychologie, aus den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, aus der Technik und aus dem ArbeitnehmerInnenschutzrecht.

Im Lauf des Lehrgangs gewinnen die TeilnehmerInnen Einblick in zentrale Gesundheitsfragen der verschiedenen Branchen, in organisatorische Besonderheiten unterschiedlich großer und unterschiedlich strukturierter Betriebe und öffentlicher Einrichtungen.

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Methoden

Der Lehrgang arbeitet mit Fallstudien; Projekten; Planspielen; Entwickeln von Szenarien; Versuchen; praktischen Ausbildungsschritten (z.B. Praktikum und Laboruebungen); Exkursionen; Workshops; Tutorien und Arbeitsgruppen; Projektarbeiten, und zwar sowohl im Rahmen der gesamten Kursgruppe, in Lern- und Arbeitsgruppen als auch in Einzelarbeit; sowie mit Referaten und Vortraegen. Die Anwesenheit am Seminarort während der Blockseminare ist bedingt durch die intensive Zusammenarbeit in einer kleinen Gruppe unbedingt notwendig. Arbeitsmedizinische MentorInnen begleiten in bewährter Weise die TeilnehmerInnen in ihrer jeweiligen Heimatregion. Eigene Erfahrungen der TeilnehmerInnen (Spezialausbildungen, berufliche Tätigkeit, Ferialarbeit, Freiwilligenarbeit) sind eine erwuenschte Bereicherung für den gesamten Lehrgang.

Arbeitsformen, die geeignet sind, Problemlösungsverhalten und fachliches Urteil in besonderem Maß auszubilden, wird gegenüber dem reinen Faktenlernen eindeutig der Vorzug eingeraeumt. Die Form der Stofferarbeitung in Seminarform stellt in Verbindung mit Dokumentation und gemeinsamer Kontrolle über den Lernfortschritt sicher, dass hohe Intensitaet und Praxisnaehe erreicht werden.
Expertenwissen und -erfahrung wird bevorzugt nicht durch Referate, sondern durch Einbeziehung von Experten in Arbeitsgruppen, Experteninterviews, Literaturstudien, Nutzen von Zeitschriften und Datenbanken sowie durch ausführliche Reflexion der Praxistaetigkeit in den Lehrgang geholt. Die Kursleitung baut dafür ein Kontaktnetz von externen Ressource-Personen, Kooperationspartnern und -einrichtungen und Informationsquellen auf, die den TeilnehmerInnen jeweils bekannt gemacht werden und im Zusammenhang mit dieser Ausbildung zur Verfuegung stehen. Zu diesem Netz gehoert selbstverstaendlich auch eine große Zahl von Betrieben, zu denen die Lehrgangsteilnehmer im Verlauf der Ausbildung durch Exkursionen (angeleitete Betriebsbbegehungen in Kleinstgruppen) Zugang erhalten.

Das gesamte Ausbildungskonzept bezieht wesentliche Anregungen aus dem Methodenfundus der aktivierenden Bildungsarbeit, aus verschiedenen Ansaetzen der Erwachsenenbildung, insbesondere auch aus Ansaetzen berufsbegleitender Weiterbildung und aus den Erfahrungen mit problemorientierten Lernmethoden (McMaster University Toronto).
 
Diskussion und die Beteiligung der TeilnehmerInnen an der

Zielgruppe

Ärztinnen und Ärzte einschließlich Turnusärztinnen und Turnusärzte, die die Qualifikation und Berechtigung zur arbeitsmedizinischen Betreuung österreichischer Betriebe und Einrichtungen erwerben möchten.

Hinweise

8 Module
Arbeitszeiten je Modul Mittwoch und Donnerstag jeweils 09.00 bis 19.00 Uhr,  Freitag  09.00 bis 16.00 Uhr