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Echt cool – echt nachhaltig: Außergewöhnliche Gesundheits-Präventionsprojekte für junge Menschen

Geht es um Prävention im Gesundheitsbereich, haben österreichische Kinder und Jugendliche ganz klaren Aufholbedarf.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist die Gesundheitskompetenz nämlich deutlich niedriger. Um junge Menschen in jedem Alter zielgenau abzuholen, setzt der Gesundheitsdienstleister PROGES auf ungewöhnliche Konzepte,
die spannend, partizipativ und vor allem wirklich „cool“ sind. Die erstmalig durchgeführte Workshop-Reihe „Voll im Leben – voll im Ich“, die mit einer Prämierung der SchülerInnenarbeiten am 17. Oktober 2019 nun auch Abschluss-Premiere feiert, ist nur ein Beispiel für gelungene Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Fast 400 Schülerinnen und Schüler haben lange auf den Termin hingefiebert, an dem ihre Arbeiten zum Thema Gesundheit von einer ExpertInnenjury in Linz feierlich prämiert werden. Der Festakt gehört genauso zum Konzept des neuen Workshops „Voll im Leben – voll im Ich“ wie der kreative Schaffensprozess davor, bei dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Thema aussuchen, das sie dann mittels Fotografie, filmisch oder als Theaterstück darstellen. Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler nachhaltig für die eigene Gesundheit zu sensibilisieren, denn der Druck, den junge Menschen heute bewältigen müssen, ist hoch, wie PROGES-Geschäftsführerin Dr.in Doris Formann weiß:
„Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen stellen heute eine enorme Herausforderung für junge Menschen dar.

Der Stress in der Schule nimmt zu, soziale Medien geben neue Normen vor – das erzeugt Druck, der sich psychisch, aber auch physisch auswirken kann. Trotzdem ist das Thema Gesundheit für die meisten Jugendlichen nicht gerade ‚cool‘. Darum ist es unser Auftrag, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern sinnvolle Bewältigungs¬strategien zu erarbeiten, die in ihre Lebenswelt passen und sie begeistern.“

Prävention auf Augenhöhe schon im Kindergarten

PROGES setzt schon länger einen intensiven Schwerpunkt in der Begleitung junger Menschen auf dem Weg in ein gesundes Erwachsenenleben, denn Prävention beginnt bereits im Kindergartenalter. Im Burgenland tourt das interaktive Theaterstück „GeKo“,
das sich an kleine Zuschauerinnen und Zuschauer von drei bis acht Jahren wendet, durch Kindergärten und Volksschulen. Der Star ist der namensgebende GeKo.
Er ist eigentlich ein aufgewecktes Kerlchen, dem es zu Beginn der Geschichte aber gar nicht gut geht. Zu viele Naschereien, zu wenig Bewegung, zu viel Zeit mit dem Handy. Zum Glück bekommt er Hilfe von seiner besten Freundin Ute, die ihn dabei unterstützt, wieder ganz der Alte zu werden. Auf spielerische und kindgerechte Art können so Themen wie gesunde Ernährung, Bewegung, Umgang mit Emotionen sowie Stress, Empathie und persönliche Kraftspender oder Konfliktlösung, vermittelt werden.

In Oberösterreich gibt es für ältere Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren – neben den zwei inzwischen etablierten Projektreihen „Feel free and healthy“ und „Bodyshaming“ – seit knapp einem Jahr auch die Workshop-Reihe „Voll im Leben – voll im Ich“.
Der Schwerpunkt liegt im kreativen Zugang zur Auseinandersetzung mit Themenbereichen, die eine große Rolle im Alltag spielen. „Beim ersten Themenkreis geht es um die Fragen, was glücklich oder traurig macht, was stresst oder belastet und was man selbst tun kann, um im Gleichgewicht zu bleiben. Beim zweiten und dritten Themenkreis werden die aktuellen Themen Mobbing und Bodyshaming behandelt. Im vierten Themenkreis stehen Freundschaft, Liebe und Sexualität im Mittelpunkt“,
so Formann.

Kreativer Zugang für Kinder und Jugendliche

Elf Schulen und fast 400 Schülerinnen und Schüler machten sich gemeinsam mit einer Psychologin und ProfessionistInnen aus der darstellenden und bildenden Kunst auf den kreativen Weg hin zu mehr Bewusstsein fürs eigene Wohlbefinden und erarbeiteten intensive und beeindruckende Werke, die von der ExpertInnenjury begutachtet wurden.

Die Jury bestand aus Dr.in Bettina Blanka, Leiterin der Arbeitsgruppe Prävention und Gesundheitsförderung der Abteilung Gesundheit, Land OÖ, Cornelia Metschitzer, Mitbegründerin und Leiterin der Tribüne Linz, Bettina Stadlmayr, MSc., Abteilungsleiterin Gesundheitsförderung und Prävention der OÖGKK sowie Univ. Doz. Prof. HR Dr. Werner Schöny, Ehrenpräsident von pro mente Austria und ehem. ärztlicher Direktor der Landes-Nervenklinik Linz.
„Die Schülerinnen und Schüler waren mit unglaublich großem Einsatz bei der Sache und haben erstaunlich kreative Lösungen für zum Teil wirklich tiefgehende Themen gefunden. Worüber sich die jungen Menschen Gedanken machen, ist bemerkenswert. Darum war es auch so schwer für uns, eine Bewertung abzugeben“, betont Dr. Werner Schöny die hohe Qualität der Arbeiten.

Beeindruckende Projekte zu intensiven Themen

Prämiert wurden das Gymnasium Hamerling, die NMS Perg und die NMS St. Leonhard. Unter dem Motto „Mut zum Ich“ illustrierte die Gruppe des Gymnasiums Hamerling acht Leitsätze zum Thema Selbstbestimmung, Schönheit, Freiheit und Selbstbewusstsein mit eindrucksstarken Fotos.

Die NMS Perg kreierte ein Theaterstück über Mobbing in der Schule und den Themenkreis der Scheidung. Die Schülerinnen und Schüler dachten darüber nach,
wie schwer es sein muss, wenn sowohl Druck seitens der Klasse als auch Eheprobleme der Eltern ein Kind belasten. Herausgekommen ist ein berührendes Stück,
in das die Akteurinnen und Akteure viel Herzblut gesteckt haben, was auch Jurymitglied Bettina Stadlmayr begeistert kommentiert: „Es ist eine wirklich tolle Leistung, so schwere Themen derart professionell und tiefgründig aufzuarbeiten.“

Die Schülerinnen und Schüler der NMS St. Leonhard haben sich für ihren Siegerbeitrag das Thema „Beziehungen“ vorgenommen. In drei Kurzvideos zeigen sie, wie sich Mädchen und Buben treffen, wie sie interagieren und wieder auseinandergehen. Bearbeitet wurden der Unterschied der Geschlechter, der Umgang mit persönlichen Grenzen und die Verschiedenartigkeit von Beziehungen. „Alle Arbeiten bestechen durch viel Liebe zum Detail und sind mit sehr viel zeitlichem Aufwand entstanden. Darum gebührt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern großer Respekt“, so Stadlmayr.

Wissen, das bleibt

Neben dem Spaß an der Sache und dem großen Engagement der Jugendlichen zeigt der Workshop vor allem aber Wirkung:
„Uns ist es wichtig, diese Arbeiten vor den Vorhang zu holen. Die Projektvorstellung und Prämierung der gemeinsamen Arbeit verfestigt zum Abschluss des Workshops das erworbene Wissen und macht die Schülerinnen und Schüler sicher auch stolz. Wir hoffen mit dieser Prämierungsveranstaltung auch das Selbstvertrauen der jungen Menschen zu stärken. Das ist echte Nachhaltigkeit“, ist Dr.in Doris Formann sicher und ergänzt: „Wir hoffen, dass noch viele Schülerinnen und Schüler diese tolle Erfahrung machen können, denn die Workshop-Reihe wird natürlich fortgesetzt und kann von oberösterreichischen Schulen jederzeit gebucht werden.“

Nähere Informationen auf:
https://www.proges.at/vollimleben/

Die stolzen RepräsentantInnen der drei Sieger-Projekte: Ovat Ozan, NMS Perg, Denise Stütz, NMS St. Leonhard bei Freistadt und Kristina Petrovic, BRG Linz Hamerlingstraße sowie ebenfalls v.l.n.r.: Matthias Schlossgangl, Methodenexperte bei Voll im Leben - Voll im Ich, Dr.in Doris Formann, PROGES-Geschäftsführerin, Bettina Stadlmayr, MSc., Abteilungsleitung Gesundheitsförderung und Prävention der OÖGKK, Jurorin Prämierungskomitee sowie Univ. Doz. Prof. HR Dr. Werner Schöny, Ehrenpräsident von pro mente Austria, Juror Prämierungskomitee.