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Oktopusse für Neugeborene - Aktion „Komm Häkeln“ im Projekt GES.UND

Bewohnerinnen aus Haslach und Umgebung bilden seit Februar 2020 eine Gemeinschaft, die sich ganz dem Häkeln widmet. Etwas zu schaffen was originell und dabei nützlich ist stärkt auch die eigene Gesundheit und macht darüber hinaus den kleinen Beschenkten eine große Freude.

Regelmäßig treffen sich rund zehn Frauen unterschiedlichen Alters, im PROGES - GES.UND Büro, um gemeinsam kleine Oktopusse zu häkeln.

In der aktuellen Situation werden die Arbeiten natürlich zu Hause umgesetzt, die Frauen stehen aber per WhatsApp-Gruppe und Telefon in engem Kontakt und in regelmäßigem Fachaustausch. 

Der Spaß am Handarbeiten und die gemeinsame Zeit stehen hier an erster Stelle. Auch Handarbeits-Anfängerinnen sind mit dabei und holen sich Tipps und Hilfestellung bei den Profis. Bei der GES.UND Häkelgruppe hilft man sich gegenseitig und jede Einzelne lernt immer wieder Neues dazu. In vielen Arbeitsstunden wurden nun schon eine stolze Anzahl an Oktupussen aus buntem Garn zum Leben erweckt.

Dänemark ist das Geburtsland dieser beliebten Aktion

Das Projekt “Kleine Tintenfische” entstand 2013 in Dänemark, als eine Mutter einen kleinen Tintenfisch für ihr viel zu früh geborenes Baby häkelte. Dieses Tentakelwesen wurde zu dem Neugeborenen in den Brutkasten gelegt und es schien, dass das Kind dadurch ruhiger wurde und nicht mehr so oft an den verschiedenen Schläuchen und der Magensonde zog.

Auf Initiative von Gloria Reisinger werden nun auch in der Marktgemeinde Haslach an der Mühl diese bunten Tierchen mit viel Liebe und Kreativität von Hand gefertigt.

Alle Babys, die in Haslach zu Welt kommen, erhalten einen kleinen Oktopus als Willkommensgeschenk. Die ersten 20 Stück stehen schon verpackt samt Glückwunschkarte bereit und werden von der Gemeinde ab nun an die Allerkleinsten verschenkt.

Kreativität stärkt Gesundheit und das Wohlbefinden

In Kopenhagen, der Hauptstadt Dänemarks, wurde Ende 2019 ein Bericht des Regionalbüros der WHO für Europa vorgestellt, der verdeutlichte, dass sich kreative Beschäftigungen positiv auf Wohlbefinden und Gesundheit auswirken und medizinische Therapien sinnvoll ergänzen können.

Mit künstlerischen und geselligen Aktivitäten etwas zu erschaffen, was originell und dabei nützlich ist, stärkt das eigene Selbstbewusstsein und das soziale Miteinander. Das gemeinsame Tun bringt die Generationen zusammen“, ist Mag.a Julia Commenda, Proges-Projektkoordinatorin von GES.UND überzeugt.

Eine Teilnehmerin, beschreibt die GES.UND Häkelinitiative so: „Ich lerne neue Leute kennen, kann meine Fähigkeiten auffrischen und Neues dazulernen. Ich komme hinaus aus den eigenen vier Wänden, habe Spaß mit den anderen und bekomme Anerkennung. Obendrein kann ich anderen eine Freude bereiten. Das Häkeln ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die mich von meinen eigenen Sorgen abgelenkt. Die Aktion macht mir sehr viel Spaß – sie macht mich sogar süchtig!

Weitere Häkelmotive in Arbeit

Die Teilnehmerinnen sind mit voller Ambition dabei. Trotz der häuslichen Isolation wird schon die nächste Idee in die Tat umgesetzt. So viel sei verraten: Der Muttertag steht vor der Tür.

Interessierte können sich gerne im GES.UND Büro, am Marktplatz 43, bei Mag. Julia Commenda melden.

 

 

GES.UND - gemeinsam für mehr Gesundheit in der Region

Im Herbst 2019 startete PROGES gemeinsam mit der Primärversorgungseinheit „Hausarzt Medizin Plus“ in Haslach an der Mühl, das Modellprojekt GES.UND, das Menschen dabei hilft, eigene Gesundheitsinitiativen ins Leben zu rufen. Ziel des Projekts ist es, die Gesundheitskompetenz der BewohnerInnen aus den Gemeinden Haslach, St. Stefan-Afiesl, Lichtenau und St. Oswald durch lustvolle und nachhaltige Wege zu stärken und beim Gesundbleiben zu unterstützen.

Mehr zum Projekt finden Sie unter: https://www.proges.at