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Maßgeschneiderte Unterstützung für Frauen und Mädchen mit nicht-deutscher Muttersprache

Empowerment und Gesundheitskompetenz für Frauen und Mädchen um ein selbstbestimmtes Leben zu führen sind zentrale Anliegen von Proges. Frauen dabei zu unterstützen, ihre eigenen Lösungen zu finden, die das Gesundbleiben fördern ist oberstes Ziel. Die interdisziplinären Expertinnen des Zentrums für Frauengesundheit im Innviertel, beraten die Frauen und Mädchen in vielfältigsten Problem- und Lebenslagen jetzt telefonisch, denn eine rasche und professionelle Hilfe ist in Zeiten von extremen Belastungen besonders wichtig.

 

Neue Problemlagen
Viele Frauen und Mädchen, die die Angebote des Proges-Zentrums aufsuchen, kommen aus verschiedenen Herkunftsländern.
Insbesondere für Frauen mit Migrationshintergrund und 24-Stunden-Pflegerinnen aus dem Osten Europas ist die aktuelle Corona-Krise eine besonders belastende Zeit.

Um für die Problemlagen dieser beiden Zielgruppen maßgeschneiderte Unterstützung anzubieten, erhalten die Frauen mit psychosozialen Problemen nun multiprofessionelle Beratung in fünf verschiedenen Sprachen per Telefon.
Unter der bekannten Nummer 0699 / 13 70 70 13, stehen die Proges-Expertinnen mit telefonischem Rat und zielgerichteter Hilfestellung zur Seite.

Die aktuellen Problemlagen der Frauen mit Migrationshintergrund sind:
•    Fehlende Kontakte: viele sind es gewohnt viel Zeit in großen Verwandtschafts- und Freundeskreisen zu verbringen – durch die Isolation neigen die Klientinnen zu Traurigkeit und Depressionen
•    Viele leiden an Vorerkrankungen (Diabetes, psychische Krankheiten, Bluthochdruck) und das Corona Virus ängstigt sie zusätzlich
•    Gewichtszunahme durch häusliche Isolation und fehlende Bewegung (bei einem bereits sehr hohen Anteil an adipösen Frauen, die im Alltag normalerweise viel zu Fuß unterwegs sind)
•    Häufung von Ehe- und Familienproblemen, Streitigkeiten und physische und psychische Gewalt
•    Überforderung durch schulische Aufgaben der Kinder aufgrund von Verständnisproblemen
•    Verlust der Arbeitsstelle (selbst oder ein Familienmitglied)

Die aktuellen Problemlagen der 24 Stunden-Pflegekräfte sind:
•    Unsicherheit in der Arbeit, gestörte Turnuswechsel, dadurch Spannung und Konfliktsituationen zwischen den Kolleginnen
•    Angst und Sorge um die finanzielle Lage: der Erwerb der Betreuerinnen ist in vielen Fällen die einzige oder entscheidende Einnahmequelle für die ganze Familie (im Heimatland)
•    körperliche und psychische Überlastung bei Betreuerinnen, die schon seit langer Zeit durcharbeiten, dabei entfernt von Familie und Angehörigen
•    persönliche Probleme, die dadurch entstehen: gestörtes Beziehungs- bzw.
Familienleben, Betreuung von eigenen Kindern oder Eltern u. a.
•    erhöhtes Gesundheitsrisiko für sie, für die gepflegte Person und für die Familienangehörigen durch Ein- und Ausreise
•    (fehlende) Unterstützung innerhalb der Familien, in denen die PflegerInnen untergebracht sind

Telefon-Kette und Drehscheibe für mehrsprachiges Informationsmaterial
Darüber hinaus vermittelt Proges als Partnerorganisation der Initiative „Grazer Telefonkette“, mehrsprachige Informationen und ein Online-Training zu Covid-19.
Das Ziel dieser proaktiven Telefonanrufe durch ehrenamtliche MultiplikatorInnen ist, möglichst viele Frauen mit nicht-deutscher Muttersprache zu erreichen und fundiert über Gefahren und Verhaltensregeln in der Corona-Krise aufzuklären.
Auch mehrsprachige Informationsblätter werden von den Proges Mitarbeiterinnen gesammelt und an die NetzwerkpartnerInnen und -Organisationen zur weiteren Verteilung, verschickt.

Alle Informationen zum Zentrum für Frauengesundheit im Innviertel finden Sie hier.

(c) Engin Akyurt, unsplash