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Aktionsplan Frauengesundheit

Mag. Martha Scholz-Resch, Leiterin des Proges Frauengesundheitszentrums präsentierte die erarbeiteten Maßnahmen für „Mädchen und junge Frauen“.

Frauen und Männer haben verschiedene Gesundheitsrisiken, unterschiedliche Lebensstile, zeigen bei manchen Krankheiten andere Symptome und reagieren auf die gleichen medizinischen Behandlungen nicht immer gleich. Deshalb wurde der "Aktionsplan Frauengesundheit" ins Leben gerufen, ein gemeinsames Projekt des Gesundheitsministeriums und des Bundesministeriums für Bildung und Frauen. Er zielt auf eine Qualitätsverbesserung der medizinischen Angebote für Frauen unter dem Aspekt des biopsychosozialen Modells ab.

Der Aktionsplan wurde entlang der verschiedenen Lebensphasen von Frauen strukturiert. Das im Rahmen der gendermedizinischen Forschung gesammelte Wissen über geschlechtsspezifische Unterschiede in Bezug auf Lebenswelten, Gesundheitsbedürfnisse und Gesundheitsverhalten und unterschiedliche Betroffenheit von Krankheiten bzw. Reaktionsmuster auf Behandlungen ermöglicht eine zielgruppenspezifische und bessere Planung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Prävention, Früherkennung und Behandlung.

Konkret wurden im Aktionsplan 40 Maßnahmen für Frauen in folgenden Lebensphasen definiert: Mädchen & junge Frauen, Frauen im Erwerbsalter, ältere Frauen.

Mag. Martha Scholz-Resch, Leiterin des Proges Frauengesundheitszentrums, leitete die Arbeitsgruppe ‚Mädchen und junge Frauen‘. Gemeinsam mit anderen österreichischen ExpertInnen erarbeitete und präsentierte sie drei Wirkungsziele und dazu insgesamt 10 Maßnahmen. Eines der Wirkungsziele ist die ‚Sexuelle Gesundheit‘. Dazu müssten u.a. die Beratungsangebote ausgebaut werden und eine flächendeckende, kostenlose Verhütung für Jugendliche angeboten werden. Auch die Rollenbilder und das Selbstbild von jungen Frauen sind wesentliche Themen. „Stereotype Geschlechterrollen existieren immer noch. Um dies langfristig in eine positive Richtung zu bewegen, müssten PädagogInnen zu diesem Thema ausgebildet werden, damit derartige Inhalte in den Unterricht integriert werden könnten.“, so Scholz-Resch. Zudem wünscht sich die Frauengesundheitsexpertin gesetzliche Maßnahmen bei der Kennzeichnungspflicht retuschierter Bilder, ein Verbot von Magermodels und einen Ausbau an Sensibilisierungsangeboten.

Institutionen, Organisationen und Einzelpersonen sind bis 13. Oktober 2015 eingeladen, durch ihr Feedback einen wichtigen Beitrag zur kooperativen Entwicklung des Aktionsplans zu leisten:

GÖG-Aktionsplan Frauengesundheit: Zwischenbericht und Konsultationsphase