In der SE-Arbeit sind Sie auch mit Personen konfrontiert, die unter psychischen Beeinträchtigungen leiden. Dies führt oft zu Verunsicherung – sowohl im direkten Umgang als auch bei der Einschätzung von Verhalten und Situationen. Mit Wissen über wesentliche psychische Krankheitsbilder sowie über ethische und rechtliche Grundlagen gewinnen Sie mehr Sicherheit im Umgang und lernen, eigene Grenzen sowie den Bedarf an weiterführender Unterstützung realistisch einzuschätzen.
Grundlagen
• Aufbau und Logik des ICD (10 & 11)
• Unterscheidung zwischen Diagnose und Symptom
• Rechtliche und ethische Grundlagen für SEP
• Zusammenarbeit mit Fachleuten anderer Professionen
Diagnose-Kategorien
• Kurze Erläuterungen zentraler Kategorien
• Praxisnahe Beispiele und Kernsymptome
• Orientierung statt Diagnoseschulung
Sicherheit im Umgang
• Red Flags: Wann ist sofortiges Handeln oder Weiterverweisen erforderlich?
• Gesprächsführung bei Verdacht auf psychische Störungen
• Selbstschutz (emotional und rechtlich)
• Aufbau eines Netzwerks für sichere Weiterverweise
Übung & Transfer
• Gruppenarbeit zu Fallbeispielen
• Entwicklung einer persönlichen Handlungsampel
• Rollenspiele zu Gesprächssituationen mit Red Flags
Folgende Materialien werden elektronisch zur Verfügung gestellt:
• Handout „F-Diagnosen/Kapitel 06 in Kürze“
• Symptome-Checkliste
• Notfallplan für akute Krisensituationen
• Orientierung im ICD-System, insbesondere zu F-Diagnosen bzw. der Kapitelgruppe 06
• Erkennen von Red Flags und Einschätzen der eigenen Kompetenzgrenzen
• Mehr Sicherheit im Umgang mit Klient*innen mit psychischen Erkrankungen
• Wissen, wann und wie an Fachleute weiterverwiesen werden sollte
SE®-Practitioner und SE®-Studierende – mit oder ohne klinische Ausbildung –, die ihre Handlungskompetenz und Sicherheit im Umgang mit Menschen mit psychischen Störungen stärken möchten.
Diese Weiterbildung berechtigt nicht zur therapeutischen Arbeit mit erkrankten Menschen – außer Sie verfügen über eine entsprechende Vorqualifikation, die Sie dazu berechtigt.
Die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten des Lehrganges dürfen nur im Rahmen Ihrer persönlichen beruflichen Qualifikation und Berechtigung angewendet werden.
Die PROGES Akademie ist mit dem Ö-Cert und dem EBQ-Siegel zertifiziert. Sie können daher österreichweit für Ihre berufsorientierte Weiterbildung oder berufliche Umorientierung Förderungen beantragen. Teilnehmer*innen aus OÖ können über das Bildungskonto des Landes OÖ 30 % der Kurskosten (bis maximal 2.200 Euro) als Förderung erhalten. Infos zu Förderungen anderer Bundesländer finden Sie hier: Förderbroschüre. Die Förderwürdigkeit der Teilnehmer*innen wird von der jeweiligen Förderstelle entschieden. Wir unterstützen Sie gerne, wenn Sie Unterlagen für Ihren Antrag benötigen.
Anmeldungen sind direkt über den Button “Jetzt buchen” oder mit dem Formular am Ende der Broschüre möglich.