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Pressekonferenz PROGES Bilanz und Ausblick "Prävention neu denken"

„Gesundheit passiert nicht, sie muss selbst in die Hand genommen werden“ – das ist einer der wichtigsten Grundsätze von PROGES, Oberösterreichs größtem Gesundheitsdienstleister. Leistungsdruck, soziales Ungleichgewicht, steigende Zahlen von Cybermobbing und ein Körperbild, das stark durch Social Media geprägt ist – um sich diesen Herausforderungen stellen zu können, braucht es gutes Handwerkszeug, das PROGES mit innovativen, niederschwelligen Projekten zur Verfügung stellt.

Insgesamt haben im vergangenen Jahr mehr als 142.000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher die Dienste von PROGES in Anspruch genommen.
„Geschätzt wird das umfassende und fundierte Angebot nicht nur von den jeweiligen Zielgruppen, sondern auch von den Entscheidungsträgern in der Gesundheits-versorgung – von der Sozialversicherung bis zum Land OÖ“, freut sich Albert Maringer, Vorsitzender Vereinsvorstand von PROGES und Obmann der OÖGKK, über das  große Vertrauen, das hier gegenüber dem Know-how und der Professionalität der PROGES-Expertinnen und -experten ausgedrückt wird. 

„Die Kernkompetenz, gesellschaftsrelevante, maß-geschneiderte und leicht zugängliche Gesundheits- und Präventionsangebote zu schaffen und immer am Puls der Zeit zu sein, zeichnet PROGES aus. Das hat sich im vergangenen Jahr vor allem im großen Erfolg der Angebote für Kinder und Jugendliche gezeigt.“

Junge Menschen im Fokus

„Besonders in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen können wir für die Zukunft viel bewegen. Unsere Workshop-Angebote ‚Bodyshaming‘ und ‚Feel free and healthy‘, die sich mit dem aktiven Wahrnehmen der eigenen Gesundheit befassen, werden von Einrichtungen gut angenommen. 2018 konnten wir insgesamt 34 Workshops in Schulen sowie Jugendzentren durchführen und haben damit 430 junge Menschen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren erreicht. Zu Jahresbeginn 2019 startete außerdem das Programm ‚Voll im Leben‘, das sich auf die Region Mühlviertel konzentriert“, informiert PROGES-Geschäftsführerin Dr. Doris Formann.

Prävention braucht innovative Ideen

Will man Menschen davon überzeugen, dass es wichtig ist, sich für die eigene Gesundheit zu engagieren, braucht es innovative, der jeweiligen Zielgruppe entsprechende, Zugänge.

So dürfen beispielweise die Kinder und Jugendlichen in der neuen Workshop-Reihe „Voll im Leben“ ihre Erkenntnisse über die eigene Gesundheit mittels Video, Fotografie bzw. Schauspiel ausdrücken. 
Aber auch das Suchen und Finden von geeigneten Kooperationspartnerinnen und -partnern kann so ein kreativer Meilenstein sein.

Bürgerinnen und Bürger aktiv einbinden

„Oft betreten wir völlig neue Pfade, wenn es darum geht, den Präventionsgedanken in der Gesellschaft zu verankern. Mit dem sogenannten Community Organizing, einer Arbeitsmethode der Stadtteilarbeit, haben wir beispielsweise bereits im Linzer Franckviertel Pionierarbeit geleistet. D.h. wir aktivieren und ermächtigen die Bevölkerung im Stadtteil, sich für ihre eigenen Belange einzusetzen und ihre Lebenswelt aktiv und konstruktiv mitzugestalten. Diese Grundidee tragen wir nun auch in ländliche Gebiete und starten mit der Gemeinde Haslach an der Mühl eine Gesundheitsmodellregion. Möglich ist das nur, weil wir Synergien nutzen und je nach Zielsetzung und Aufgabenstellung die richtigen Partnerinnen und Partner an Bord holen“, so Formann.

Gesundheit als Gemeinschaftsprojekt in Haslach

Gemeinsam mit der Primärversorgungseinheit vor Ort entsteht in der kleinen Mühlviertler Gemeinde ein Modellprojekt, das Menschen dabei hilft, eigene Gesundheitsinitiativen ins Leben zu rufen. Ziel des Projektes ist es, gesundheitsfördernde Initiativen zu unterstützen. 
Am Anfang stellte sich für PROGES die Frage, wie die neuen Primärversorgungseinheiten dabei genutzt werden könnten, um vorhandene Ressourcen der Bürgerinnen und Bürger sowie bestehende soziale Strukturen zu erkennen und zu verknüpfen. Der sogenannte COPC-Ansatz (community oriented primary care), bei dem die Menschen selbst benennen, was sie fürs Gesundbleiben brauchen, bildete die Grundlage der Konzeption: „Wir kreieren nie nur Angebote für die Menschen, wir arbeiten immer mit den Bürgerinnen und Bürgern. Alles andere würde nicht das Maß an Partizipation hervorrufen, das es für eine dauerhafte Verankerung der entstandenen Initiativen braucht“, beschreibt Formann.
Kern des Projektes sind die sogenannten „Gesundheit Plus-Treffen“, bei denen die Haslacherinnen und Haslacher auf Expertinnen und Experten aus der lokalen Primärversorgungseinheit treffen. Gearbeitet wird gemeinsam an tragfähigen Lösungen zu verschiedensten Gesundheitsfragen. Ein eigenes PROGES-Gesundheitsbüro vor Ort hat die Aufgabe, alle Beteiligten in dem Prozess zu unterstützen sowie die Treffen zu leiten.  
Im Projektzeitraum von April 2019 bis April 2022 sollen zwölf Gesundheitsinitiativen entstehen, die von der Bevölkerung selbst weiterbetrieben werden.

PROGES ist Brückenbauer

Das Projekt zeigt einmal mehr, wie zukunftsträchtig PROGES an das Thema Prävention herangeht: „Wir schlagen eine Brücke zwischen medizinischer Versorgung und Gesundheitsförderung. Da die Menschen im Entstehungsprozess der Maßnahmen aktiv dabei sind, entsteht ein ganz neuer Bezug zur Prävention und zu den geschaffenen Initiativen. Wir hoffen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum aktiven Handeln zu inspirieren. Nur so gelingt Gesundheitsvorsorge, die auch in zehn Jahren noch fest in den Strukturen des Ortes verankert sein wird“, ist Formann überzeugt.

Mehr Service für die Klientinnen und Klienten

Weitere Säulen von PROGES sind – neben der Prävention und der Gesundheitsförderung – auch die Therapie (Psychotherapie, Physio- und Ergotherapie, Logopädie) sowie die Akademie. 
PROGES ist aktuell dabei, das Service für Klientinnen und Klienten massiv auszubauen und hat dafür ein eigenes Mobile CRM-System (Customer-Relationship-Management-System) geschaffen. So können beispielsweise wichtige Informationen über den aktuellen Betreuungsstatus eingesehen und Termine verschoben bzw. abgesagt werden – und das alles bald auch vom Handy aus.
Nah am Menschen zu sein, bedeutet weiters auch, die passenden Räumlichkeiten für die Therapien anzubieten. 2018 zogen demnach gleich zwei Standorte in größere und modernere Gebäude um. Der Standort Wels mit dem Frauengesundheitszentrum ist seit Herbst letzten Jahres in der alten Hutfabrik zu finden und in Vöcklabruck ist PROGES in die OÖGKK-Filiale eingezogen. Auch der PROGES-Therapiestandort in Steyr erhält mit Mai 2019 direkt am Stadtplatz ein neues Zuhause.

 

Alle Leistungen, Angebote und Programme sind im Jahresbericht 2018 nachzulesen.