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Peer-to-Peer: Schülerinnen entwickeln Inhalte für PROGES-Workshop

Im Rahmen von TheoPrax haben Proges-Expertinnen in diesem Schuljahr vier sechzehnjährige Schülerinnen des Körnergymnasiums Linz bei der Entwicklung eines Workshop-Prototyps zum Thema Körperselbstbild und Förderung von positiven Körperbildern auf Social Media für den Einsatz im Unterricht, begleitet.

 

Als Schwerpunkt wurde das Thema „Cybermobbing – beleidigende Kommentare auf Instagram/Social Media: Wie gehe ich damit um?“ definiert.
In diesem Kontext galt es für die SchülerInnen, das bestehende Workshop-Format „Entzauberung 4.0 – die Illusion von Schönheit und Scham“sinnvoll auszubauen, zu optimieren und zu ergänzen.

Die jungen Frauen haben die Erfahrungen aus ihren persönlichen Lebensrealitäten zum Thema gemacht und den Schwerpunktworkshop nach dem Peer-to-Peer-Prinzip umgesetzt:

  • der Workshop wurde mit Mitschülerinnen und Mitschülern erprobt
  • gleichaltrige Influencerinnen haben inspirierende Video- und Textbotschaften zum Thema eingebracht.

Vergangene Woche haben die Schülerinnen Lily Schnedt, Valerie Holzer und Julia Gresslehner den Entwicklungsprozess, ihre Erfahrungen und Erkenntnisse bei Proges vorgestellt.

Die Ergebnisse werden zukünftig unser bestehendes Workshop-Angebot zum Thema „Bodyshaming“ – "Entzauberung 4.0“, ergänzen.

Jugend in Österreich: Bodyshaming und fehlende Gesundheitskompetenz im Alltag – die Fakten

  • Fast die Hälfte der österreichischen Schülerinnen und Schüler sind mit ihrem Aussehen und ihrem Körper unzufrieden
  • 35 % meinen, dass sie zu dick sind und
  • 15 % empfinden sich als zu dünn
  • Sich im eigenen Körper unwohl zu fühlen hat negative Effekte auf die psychische Entwicklung (vgl. HBSC-Studie 2018)
  • Die Pubertät ist eine Zeit der emotionalen, psychischen und physischen Veränderungen und somit zentraler Einflussfaktor auf das
  • subjektive Wohlbefinden

Den ÖsterreicherInnen generell und den Jugendlichen im Speziellen wird durch den European Health Literacy Survey eine relativ schlechte Gesundheitskompetenz konstatiert. > Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit, gesundheitsförderliche Entscheidungen im Alltag zu treffen

Jugendliche in Österreich weisen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eine geringere Gesundheitskompetenz auf.
Zudem ist die Jugendphase in vielen Fällen geprägt durch schlechtes Gesundheitsverhalten (Ernährung, Bewegung, Rauchen und Alkohol, Medienkonsum). Darüber hinaus erhöhen soziale Medien das Risiko von psychischen und psychosozialen Erkrankungen.

Das Ziel der PROGES-Workshops an Schulen ist die Sensibilisierung, Body Positivity, die Förderung der Gesundheitskompetenz und des Bewusstseins für die psychosoziale Gesundheit von Jugendlichen.

TheoPrax: Das Projekt verbindet Theorie und Praxis und fördert die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft. SchülerInnen aus AHS bzw. NMS bearbeiten im Team reale Aufgabenstellungen von Unternehmen aus Wirtschaft, Industrie, Handel und Gewerbe.

Linz, am 21. Juni 2021

Die Schülerinnen Lily Schnedt, Valerie Holzer und Julia Gresslehner bei PROGES.