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Unsere Psychotherapeut*innen erklären für jeden Buchstaben des Alphabets einen Begriff aus dem Bereich der psychischen Gesundheit:
In der klassischen Psychoanalyse sowie Verhaltenspsychologie, verwenden wir den Begriff Abwehrmechanismus.
Der Abwehrmechanismus ist ein psychischer Vorgang, der dazu dient, belastende, seelische Konflikte auf eine bestimmte Weise zu lösen, so dass eine psychische Entlastung eintritt.
Häufige Abwehrmechanismen sind Verleugnen, Ignorieren, Verdrängung und Projektion.
Erklärt von: Mag. Kurt Koll - Verhaltenstherapeut, klinischer Psychologe und Experte für Männerarbeit
Die Auslöser eines Burn Outs sind meist Anspannung und Überforderung in der Arbeit und/oder im Privatleben. An deren Höhepunkt steht der Zusammenbruch - der Körper verlangt nach Entspannung.
In der Psychotherapie werden Betroffene durch fünf Phasen begleitet:
Erklärt von: Wilhelm Flatz, Experte für Gruppenpsychotherapie mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Systemische Psychotherapie
... dauern lange an, lösen immer wiederkehrende Zustände aus oder führen zu keiner Heilung.
Chronische Erkrankungen gibt es auch im psychischen Bereich, wo sie meist folgende Merkmale aufweisen:
Erklärt von: Mag. Barbara Uitz-Sageder, Expertin für persönliches Clearing und Systemische Psychotherapie
DBT ist eine innovative und vielseitige Behandlungsform, die den zentralen Fokus auf die Emotionsregulation legt.
Erklärt von: Carmen Aichern, Expertin für DBT und personenzentrierte Psychotherapie
... die Brücke zwischen Herz und Gedanken
Empathie ist nicht nur das bloße Mitfühlen mit den Emotionen anderer, sondern auch das tiefe Verständnis ihrer Gedankenwelt, ihrer Ideen und Lebenserfahrungen.
Emotionale Empathie ermöglicht uns, die Gefühle anderer nachzuempfinden, kognitive Empathie ist die Fähigkeit, die Perspektive anderer einzunehmen und deren Gedankengänge nachzuvollziehen.
Erklärt von: Carmen Aichern, Expertin für DBT und personenzentrierte Psychotherapie
(systemische Therapie)
... sieht die Lebensqualität von Menschen in Zusammenhang mit ihren relevanten Beziehungen und Lebenskonzepten.
Familientherapeut*innen helfen dabei, Blockaden in der Entwicklungsdynamik aufzulösen und neue Perspektiven und befriedigendere Muster des Zusammenlebens zu entwickeln.
Ziel der Therapie ist eine Erweiterung der Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten des/der Einzelnen und des Gesamtfamiliensystems.
Zusatz: O-Ton Klaudia Pernkopf
Erklärt von: Mag. Klaudia Pernkopf, Expertin für Gruppenpsychotherapie, systemische Psychotherapie und Wirtschaftswissenschaften
Erfahrungsaustausch und Erarbeiten von Lösungsansätzen
“Die Gruppe der Klient*innen sind die besten Therapeut*innen!”
Jede*r Teilnehmer*in wird wertgeschätzt und darf er/sie selbst sein. Die anfängliche Hemmung, vor der Gruppe zu sprechen, wird durch Wertschätzung belohnt. Die Teilnehmer*innen gehen mit einem guten Gefühl nach hause und kommen gerne wieder.
Zusatz: O-Ton Wilhelm Flatz
Erklärt von: Wilhelm Flatz, Experte für Gruppenpsychotherapie mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Systemische Psychotherapie
... also die Einordung von intellektueller Begabung wird z.B. mit einem IQ von 130 oder höher definiert. Nach diesen Modell sind ca. 2,3 % der Bevölkerung hochbegabt.
Ca. 15% der Hochbegabten sind wiederum “Underachiever”, deren Hochbegabung oft nicht erkannt wird und denen in weiterer Folge Fehldiagnosen wie Autismusspektrumsstörung oder ADHS gestellt werden.
Erklärt von: Sonja Katrina Brauner, Expertin für Hochbegabung, Trauma und systemische Psychotherapie
(International Classification of Deseases)
Ist eine Codierung von Krankheiten und Todesursachen in den WHO Mitgliedsstaaten, die mittlerweile in der 11. Version vorliegt.
In der Psychotherapie sind die im ICD-11 angeführten Diagnosekriterien hilfreich, um sich selbst und sein Verhalten besser verstehen zu können und Behandlungen zu planen. Im ICD-11 werden leichte, mittel-gradige und schwere Persönlich-keitsstörungen unterschieden oder auch die vermeidende/ restriktive Essstörung beschrieben.
Erklärt von: Mag. Anne Pichler, Expertin für Schematherapie und systemische Therapie
... soll junge Menschen befähigen, selbstreflektiv das eigene Dasein im Kontext von Familie, Schule, Freunde etc. zu begreifen. Kommunikations- und Interaktionsmuster stehen dabei im Mittelpunkt.
In der von Unsicherheiten und Umbrüchen geprägten Pubertät bietet die Psychotherapie ein stabiles Beziehungsangebot, wo die Jugendlichen mit ihren individuellen Bedürfnissen wahrgenommen werden.
Erklärt von: Mag. Manuela Schasching, MSc, Expertin für Frauen- und Jugendarbeit, Existenzanalyse und Logotherapie
... sind schwierige Situationen bzw. Lebensumstände, die im Moment nicht bewältigt werden können und zum Verlust des seelischen Gleichgewichts führen.
Wenn mehrere Belastungen (z.B. Trennung, Jobverlust, Krankheit...) gleichzeitig auftreten, kann sich die Krise zu einer seelischen Notsituation zuspitzen.
Eine Krise kann von wenigen Tagen bis mehrere Wochen dauern.
Erklärt von: Mag. Anne Pichler, Expertin für Schematherapie und systemische Therapie
... geht davon aus, dass es hilfreicher ist, sich nicht auf Probleme und deren Entstehung zu konzentrieren, sondern auf Wünsche, Ziele, Ressourcen und Ausnahmen von Problemen.
“Lösungsorientiert” bedeutet, die positiven Unterschiede zu erkennen und zu verstärken. Also das, was jetzt bereits besser funktioniert und passt und von dem gewünscht wird, es möge in Zukunft in noch stärkerem Maße so sein.
Erklärt von: Mag. Erika Dimmler, Expertin für Craniosakralarbeit, Existenzanalyse und Logotherapie
zur Behandlung von psychischen Erkrankungen werden als Psychopharmaka bezeichnet.
Psychopharmaka modulieren Stoffwechselvorgänge im Gehirn und können so die psychische Verfassung beeinflussen.
Sie werden v.a. bei Schizophrenie, Depressionen oder bipolarer Störung eingesetzt, aber auch bei Angst- oder Zwangsstörungen.
Erklärt von: Thomas Pilhatsch, Msc, Experte für Jugendarbeit und integrative Psychotherapie
... beschreibt eine übermäßige Selbstverliebtheit bzw. Selbstbewunderung, mitunter auch mit einem permanenten Bedürfnis nach Anerkennung und auffälliger Empathielosigkeit.
Dieses komplexe Phänomen kann durch eine Kombination von entwicklungspsychologischen, psychodynamischen, soziokulturellen und genetischen Faktoren hervorgerufen werden.
Der Begriff hat seinen Namen von Narziss, einem schönen Jüngling der griechischen Mythologie, der die Liebe anderer zurückwies und sich in sein eigenes Spiegelbild verliebte, vor Sehnsucht dahinschwand und in die gleichnamige Blume verwandelt wurde.
Zusatz: O-Ton Thomas Pilhatsch
Erklärt von: Thomas Pilhatsch, Msc, Experte für Jugendarbeit und integrative Psychotherapie
ist der Fachbegriff für sogenannte “krankhafte Gesund-Esser”. Betroffene leiden unter einem Zwang zur gesunden Ernährung und der Angst, von ungesunden Lebensmitteln krank zu werden.
Bei den Betroffenen dreht sich alles um gesunde Ernährung, Ernährungsregeln und Qualität von Lebens-mitteln. Im Unterschied zu Essstörungen steht hierbei nicht das Kalorienzählen im Vordergrund.
Erklärt von: Mag. Klaudia Pernkopf, Expertin für Gruppenpsychotherapie und systemische Psychotherapie
... nahm ihren Ausgangspunkt 1978 in Italien und führte durch die Auflösung von Großanstalten zu einer Umstrukturierung der psychiatrischen Versorgung und Betreuung in den USA und Europa.
Bisherige psychiatrischen Konzepte von psychischen Erkrankungen wurden radikal in Frage gestellt. „Freiheit ist therapeutisch“ und „Nieder mit den Irrenhäusern der Armen“ waren Leitgedanken der Deinstitutionalisierung.
Erklärt von: Mag. Ulrich Klement, klinischer Psychologe, Ansprechpartner OÖ Clearingstelle und Experte für Psychodrama
… bedeutet die Absonderung oder Isolierung von Menschen für einen bestimmten Zeitraum, wenn diese von einer ansteckenden Krankheit befallen sind oder der Verdacht darauf besteht.
Die Quarantäne wird von der Behörde angeordnet und ist eine Schutzmaßnahme gegen die Verbreitung der Krankheit, die aufwendig ist, aber sehr wirksam, um eine Krankheitsausbreitung möglichst auszuschließen.
Erklärt von: Mag. Anne Pichler, Expertin für Schematherapie und systemische Psychotherapie
geht auf das lateinische “resiliere” zurück, was soviel wie “zurückspringen” oder “abprallen” bedeutet.
Resilienz wird in der Regel mit Eigenschaften wie Widerstandskraft und Stärke, Optimismus, Lösungsorientierung und Fähigkeit zur Umsetzung von Lösungsstrategien beschrieben, die wirksam und oft lebensnotwendig für das Überstehen großer und kleiner Krisen sind.
Zusatz: Podcast “Gesund und Glücklich” zu Resilienz
Erklärt von: Sonja Brauner, Expertin für Hochbegabung, Trauma und systemische Psychotherapie
(englisch stress für Druck, Belastung, Anspannung, von lateinisch stringere, anspannen)
Stress ist ein anhaltendes Gefühl der Hilflosigkeit und Überforderung, oft verbunden mit starker Wut und Angst.
Stress entsteht, wenn wir eine Belastung nicht mehr bewältigen können bzw. glauben, das nicht zu können. Dauerstress kann schwerwiegende psychische und physische Auswirkungen haben.
Erklärt von: Mag. Ulrich Klement, klinischer Psychologe, Ansprechpartner OÖ Clearingstelle und Experte für Psychodrama
... ist die psychotherapeutische Betreuung über Telefon oder Internet, die sich während der Corona-Pandemie bewährt hat und sich immer noch als sinnvoll erweist.
Anfangs sind viele Klient*innen skeptisch sind, doch vor allem Jugendliche sind auf diesem Kanal gut erreichbar und abholbar.
Oft gibt es dadurch weniger Ausfälle und die Terminflexibilität ist deutlich größer.
Erklärt von: Mag. Manuela Schaschning, MSc, Expertin für Frauen- und Jugendarbeit, Existenzanalyse und Logotherapie
… für psychische Erkrankungen:
Psychische Störungen können verschiedene Ursachen haben, wie z.B. genetische oder psychosoziale Faktoren.
Außerdem treten psychische Störungen selten allein auf. Wer beispielsweise die Diagnose “Depression” erhält, hat oft auch Angstzustände.
Zusatz: O-Ton Thomas Pilhatsch
Erklärt von: Mag. Thomas Pilhatsch, MSc, Experte für Jugendarbeit und integrative Psychotherapie
Vulnerabilität bedeutet Verwundbarkeit oder Verletzlichkeit und ist das Gegenteil von Resilienz. In der Psychotherapie meinen wir damit die Anfälligkeit eines Menschen, an einer psychischen Krankheit zu erkranken.
Vulnerable Menschen sind leichter emotional verwundbar, haben eine geringere Widerstandsfähigkeit gegen Stress und verdauen Misserfolge und Rückschläge schwerer.
Erklärt von: Mag. Anne Pichler, Expertin für Schematherapie und systemische Therapie
Da es einen hohen Bedarf nach kostenfreier Psychotherapie gibt, bedeutet dies oftmals eine längere Wartezeit.
Zur Überbrückung dieser Wartezeit gibt es z.B. unseren “Fair-Pay-Tarif” vielfältige Gruppenangebote oder ergänzende andere Institutionen/Beratungsstellen.
Für Kinder und Jugendliche, Menschen in existenziellen Notlagen oder mit schweren Erkrankungen sind wir um eine kurze Wartezeit bemüht.
Erklärt von: Mag. Barbara Uitz-Sageder, Expertin für persönliches Clearing und Systemische Psychotherapie
... steht für eine latente Scheu oder Furcht vor fremden Menschen oder Ungewissem.
Umgangssprachlich wird dieser Begriff als das „Fremdeln“ manchmal bei kleinen Kindern verwendet.
In der Verhaltenstherapie wird die Xenophobie der Diagnosekategorie der Phobien zugeordnet, gilt jedoch nicht als eigenständige Krankheit.
Erklärt von: Mag. Kurt Koll - Verhaltenstherapeut, klinischer Psychologe und Experte für Männerarbeit
Sanskrit: योग yoga m. "Vereinigung, Verbindung" im weiteren Sinne schlicht "Einheit/Harmonie"
Beim Yoga werden Körper, Geist und Seele miteinander verbunden und man wird Teil von etwas Größerem.
In der Psychotherapie ist Yoga eine vielfältige Ergänzung für die praktische Übung und Kultivierung der neu erlernten Ideen und Verhaltensweisen.
Zusatz: O-Ton Alexandra Hainz
Erklärt von: Alexandra Hainz, MSc, systemische Psychotherapeutin, Expertin für Yoga und Kunst
Rund um die Uhr können Online-Anfragen getätigt werden.
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